DGUV-V3-Prüfung: So läuft sie im Betrieb wirklich ab
Von der Geräteliste bis zum Protokoll: Was bei einer Wiederholungsprüfung tatsächlich passiert – und wie Sie den Termin vorbereiten, damit der Betrieb weiterläuft.
Worum es bei der DGUV-V3-Prüfung geht
Die DGUV Vorschrift 3 regelt die Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel im Betrieb. Gemeint sind damit zwei Gruppen: ortsveränderliche Betriebsmittel – also alles, was bewegt werden kann, vom Akkuschrauber über den Wasserkocher bis zur Verlängerungsleitung – und ortsfeste Anlagen wie Verteilungen, Schaltschränke und fest angeschlossene Maschinen.
Die Prüfung ist kein Selbstzweck. Sie soll Fehler finden, bevor sie zum Schaden werden: beschädigte Anschlussleitungen, defekte Schutzleiter, Isolationsfehler. Für den Betrieb ist zusätzlich die Dokumentation entscheidend – gegenüber Berufsgenossenschaft und Versicherung zählt im Zweifel, was nachweisbar ist.
Der Ablauf in fünf Schritten
In der Praxis läuft eine Prüfung fast immer nach demselben Muster ab. Je größer der Bestand, desto wichtiger ist die Vorbereitung.
- Bestandsaufnahme: Alle zu prüfenden Geräte und Anlagen werden erfasst und eindeutig gekennzeichnet. Gibt es bereits eine Geräteliste, spart das spürbar Zeit.
- Sichtprüfung: Gehäuse, Leitungen, Stecker und Zugentlastungen werden begutachtet. Ein überraschend großer Teil der Mängel fällt schon hier auf.
- Messung: Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand und – je nach Betriebsmittel – weitere Werte werden gemessen und dokumentiert.
- Bewertung und Kennzeichnung: Jedes geprüfte Betriebsmittel bekommt eine Prüfplakette mit Datum und nächstem Termin.
- Protokoll: Sie erhalten eine vollständige Dokumentation je Gerät inklusive Mängelübersicht.
Wie oft muss geprüft werden?
Eine pauschale Antwort wäre unseriös. Die Prüffristen richten sich nach Art des Betriebsmittels, nach der tatsächlichen Beanspruchung und nach der Gefährdungsbeurteilung Ihres Betriebs. Ein Akkuschrauber auf der Baustelle wird härter beansprucht als ein Monitor im Büro – entsprechend unterschiedlich fallen die Intervalle aus.
Sinnvoll ist deshalb, das Intervall gemeinsam festzulegen und danach beizubehalten. Wer den nächsten Termin direkt bei der Prüfung mitplant, muss ihn später nicht nachholen.
So bereiten Sie den Termin vor
Drei Dinge machen den Unterschied zwischen einem reibungslosen und einem zähen Prüftag:
- Geräteliste bereitstellen – auch eine unvollständige hilft mehr als keine.
- Zugang klären: Wer schließt Technikräume auf, welche Bereiche sind wann frei?
- Zeitfenster festlegen: Soll während des Betriebs geprüft werden oder besser in einer Randzeit?
Was passiert bei Mängeln?
Ein Mangel ist erst einmal ein Befund, kein Drama. Entscheidend ist, was danach passiert. Wir listen festgestellte Mängel im Protokoll klar auf und sagen dazu, wie dringend sie sind. Auf Wunsch beheben wir sie direkt mit – das erspart Ihnen einen zweiten Dienstleister und einen zweiten Termin.
