Wallbox zu Hause: Was vor der Installation zu klären ist
Die Wallbox selbst ist selten das Problem. Entscheidend sind Hausanschluss, Zählerschrank und die Anmeldung beim Netzbetreiber.
Die Wallbox ist der einfachste Teil
Wer sich ein Elektroauto anschafft, denkt zuerst an die Wallbox – welches Modell, welche Leistung, welche App. In der Praxis entscheidet aber meistens etwas anderes über Aufwand und Kosten: der Zustand Ihrer Hausinstallation.
Drei Fragen klären wir deshalb vor jedem Angebot: Reicht die Anschlussleistung? Hat der Zählerschrank Platz und entspricht er dem heutigen Stand? Und wie kommt die Leitung von der Verteilung zum Stellplatz?
Anschlussleistung: Reicht das, was da ist?
Ein Einfamilienhaus hat typischerweise genug Reserve für eine Wallbox – kritisch wird es, wenn gleichzeitig eine Wärmepumpe, ein Durchlauferhitzer und womöglich ein zweiter Ladepunkt dazukommen. Dann geht es um Lastmanagement: Die Wallbox regelt ihre Leistung dynamisch herunter, wenn im Haus gerade viel läuft.
Das ist fast immer die günstigere Lösung, als den Hausanschluss verstärken zu lassen.
Der Zählerschrank ist der häufigste Knackpunkt
Gerade im Altbau stoßen wir regelmäßig auf Verteilungen, die seit Jahrzehnten unverändert sind: kein Platz für zusätzliche Sicherungen, keine passenden Schutzeinrichtungen, keine Reserve. Dann ist die Wallbox nicht das eigentliche Projekt – die Erneuerung der Verteilung ist es.
Das klingt erst einmal nach Mehrkosten. Es lohnt sich aber meist doppelt, weil danach auch Photovoltaik, Speicher oder eine Wärmepumpe ohne erneuten Umbau möglich sind.
Anmeldung beim Netzbetreiber
Ladeeinrichtungen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden; ab einer bestimmten Leistung ist zusätzlich eine Genehmigung erforderlich. Diesen Papierkram übernehmen wir als Teil der Installation – Sie müssen sich nicht damit befassen.
Was Sie für ein Angebot bereithalten sollten
Damit wir realistisch kalkulieren können, hilft uns:
- Ein Foto Ihres Zählerschranks (offen, wenn gefahrlos möglich – sonst reicht die geschlossene Front).
- Der ungefähre Abstand von der Verteilung zum künftigen Stellplatz.
- Die Info, ob Photovoltaik, Speicher oder Wärmepumpe geplant sind.
